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Streitschlichtung

Die CRRS hat es sich zur Aufgabe gemacht, Schüler/innen in ihrer Fähigkeit Konflikte gewaltfrei und selbstverantwortlich zu lösen, zu unterstützen und zu fördern. Aus diesem Grund bieten wir Schülerinnen und Schülern ab Klasse 9 die Möglichkeit an, sich zu Streitschlichtern ausbilden zu lassen. Grundlagen für dieses Programm sind die Ziele und Verfahren der Mediation, d.h. der Vermittlung im Konflikt. Der Konflikt wird hier nicht vom Lehrer geregelt, sondern den Konfliktpartnern wird die Kompetenz vermittelt, die Konflikte unter ihresgleichen mit Hilfe eines Mediators / eines Streitschlichters zu lösen. Wird bei Konflikten nur ein „Waffenstillstand“ erreicht, ist der Streit nicht gelöst, da es meistens einen Sieger und einen Gewinner gibt. Streitschlichtung durch die Schüler bedeutet aber, dass die Konflikte eigenverantwortlich und nachhaltig gelöst werden sollen. Die Konfliktpartner treffen schließlich eine Vereinbarung, die beiden gerecht wird.

Mit der fest im Schulalltag institutionalisierten Streitschlichtung kann auch eine neue Streitkultur einsetzen. Erreicht werden soll hiermit eine neue Art des Umgangs miteinander:

  • Gewaltlosigkeit statt direkter Gewalt
  • Empathie ( d. h. sich in den anderen hineinversetzen) statt Gleichgültigkeit
  • Phantasie, Kreativität und neues Denken statt struktureller Gewalt

Deshalb wird sowohl bei der Ausbildung als auch bei der Betreuung der arbeitenden Streitschlichter eng mit der Schulsozialarbeiterin zusammengearbeitet. Die Mediatoren sind im wechselnden Präsensdienst während der Pausen im Streitschlichterraum in der 3. Etage des Altbaus für die Schüler erreichbar.

Seit 2000 werden Konflikte an der CRRS durch Mediatoren geschlichtet. Frau Gefeke und Frau Ziermann bilden seither Schüler/innen zu Mediatoren aus: „Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen, dass Konflikte dauerhafter gelöst werden können, da die Streithähne aus dem Schlichtungsgespräch mit einer schriftlichen Vereinbarung entlassen werden, an der sie selbst mitgewirkt haben und an die sie sich durch ihre Unterschrift stärker gebunden fühlen. Außerdem ist eine erhöhte Aufmerksamkeit älterer Schüler erkennbar, die sich auch im Schulalltag schneller als Streitschlichter bei kleineren Streitereien auf dem Schulhof einsetzen. Bei den jüngeren Schülern ist zu bemerken, dass sie ein stärkeres Gefühl für die Mitverantwortung an dem Streit entwickeln.“

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